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Geld

Es ist schon einige Zeit seit meiner Rückkehr vergangen. An den Luxus habe ich mich ruck zuck gewöhnt. Die Zeitumstellung brauchte etwa zwei Wochen, um in meinem Hirn anzukommen. Ich habe oft telefoniert. Mit Pemba, mit Sitaram. Das Wasserprojekt nimmt konkrete Formen an. Herr Sonam hat das Gebiet mehrfach besucht und die Planung steht. Aber wir reden von Nepal. Da dauert alles ein bisschen länger. Die Kostenaufstellung habe ich noch nicht. Sobald ich die habe, veröffentliche ich sie hier....
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Happy New Year!

Gestern war Neujahr. Buddhistisches Neujahr. Das Jahr 2143, das Jahr des Feueraffen. Es ist der Beginn einer mehrtägigen Feier, auf die sich die buddhistischen Sherpa lange freuen. Zur Einstimmung gab es am vergangenen Freitag ein kleines Erdbeben der Stärke 5,5. Es ist so gut wie nichts passiert außer großer Aufregung, aber es zeigt, dass jederzeit wieder alles vorbei sein kann. Nach einer Woche wieder in Deutschland ist der Schlaf-Wach-Rhythmus einigermaßen wiederhergestellt. Die...
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Flugzeuge

Wenn das Wetter passt, fliegt man in 25 Minuten von Lukla nach Kathmandu. Das ist der mit Abstand bequemste Weg. Man kann auch in vier Tagen nach Jiri laufen und von dort mit dem Bus 12 Stunden über eine katastrophale Asphaltpiste 200 Kilometer durchgeschüttelt werden. Das ist mit Abstand der unbequemste Weg. Wenn man es eilig hat, und keine Flugzeuge fliegen, muss man in zwei Tagen nach Salleri laufen – einmal gut 5 Stunden und einmal gut 7 Stunden stramm. Von dort nimmt man einen Jeep,...
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Wasser

In den Augen und für Chaurikharka. Wir werden für das ganze Dorf sauberes und konstantes Wasser zur Verfügung stellen. Dazu braucht man zwei 1000 Liter Tanks, einen 500 Liter Tank und etwa 1000 Meter Wasserleitung. Noch ein paar Verbindungsstücke und Wasserhähne. Und ein Absperrzaun, damit Tiere vom Quellgebiet ferngehalten werden können. Das Ganze kostet etwa 5000 Dollar. Das Ergebnis ist: – unbelastetes Trinkwasser für ganz Chaurikharka – Trinkwasser überhaupt für das untere...
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So!

Das war’s. Haus nicht fertig, aber ich. Keine Schaufel mehr, keine Steine mehr, kein Lehm, kein Holz, kein Staub, kein Hammer, kein Meißel, keine Hacke, kein gar nix mehr. 19 Tage durcharbeiten ist schon was. Und ich war ja ARBEITEN. Nicht arbeiten. Einen Tag habe ich krank gefeiert, okay, aber da war ich auch beschäftigt. Es schmerzen die Hände, der Rücken und Muskeln, von denen ich nichts wusste. Aber ich war ja auch auf einer Baustelle im Hochland von Nepal und nicht im...
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Sauwetter

Also angeblich war das früher normal, dass es im Januar schneit. Und Pemba ist auch fest davon überzeugt, dass die Natur jetzt wieder in Ordnung ist. Aber ich muss ehrlich schreiben, dass mir dieser Matsch, diese Wolken, diese Niederschläge jetzt echt reichen. Ich arbeite schließlich draußen. Und außerdem gab es jetzt schon zwei Tage am Stück keine Flüge, nicht mal Hubschrauber. Das ist etwas beunruhigend, denn ich will am Sonntag nach Kathmandu und vorher müssen erst alle vorher gebuchten...
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Chyang

Chyang ist allerhand vergorenes Getreide, das mit heißem Wasser aufgegossen und hernach genossen wird. Der Alkoholgehalt ist unterschiedlich hoch. Manchmal nicht so hoch, meistens sehr hoch. Heute war meistens. Als deutscher Gewohnheitstrinker, auch Quartalssäufer genannt, hat der Ausnüchterungsweg von Chaurikharka nach Lukla im Schnee jedenfalls nicht den gewünschten Effekt gehabt. Jetzt sitze ich hier am Ofen und alles dreht sich. Da muss noch irgendwas anderes mit hervorgegoren sein außer...
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