Chaurikharka

Ein Ausflug ins Katastrophengebiet stand heute an. Von der Katastrophe zeugen eingestürzte Häuser, vom Einsturz bedrohte Häuser und noch viel Bautätigkeit. Die meisten wieder aufgebauten Häuser wurden verständlicherweise zwar, aber zum Leidwesen der Ästheten in einer Holz-Metallplatten-Konstruktion errichtet. Das Trauma der Menschen ist so groß, dass sie Steinhäusern nicht mehr vertrauen.

Acht Monate nach dem Beben sollten die Menschen wieder aus den Zelten in ihre Häuser ziehen können, die Regenzeit mussten einige aber noch in Zelten verbringen. Es gibt Menschen, die immer noch in Zelten von Deutschen Roten Kreuz wohnen. Ang Kaila mit seiner Frau Yangjee und deren drei Kindern sind solche Menschen. Sie haben ein wenig Glück gehabt und konnten etwas Geld von Verwandten aus reicheren Ländern auftreiben und können nun acht Monate nach dem Beben anfangen, mit ein paar Bauarbeitern das Haus wieder zu errichten. 30 Tage dauert das in Etwa mit 10 Arbeitern. Vorausgesetzt man wählt die hässliche, aber 10 mal so schnelle und einigermaßen erdbebensichere Metallbauweise.

Dort werde ich mich die kommenden drei Wochen unauffällig unter die Arbeiter mischen und eventuell sogar die Fertigstellung des Hauses miterleben.

Ich habe heute erfahren, wie wenig Geld so viel bewirken kann. Es gibt noch viele eingestürzte Häuser und die Neuerrichtung eines durchschnittlichen Hauses kostet nach meinen durch Nachfragen ermittelten Einzelposten als grobe Schätzung etwa 8.000 bis 10.000 Euro. Wenn wir also diese Summe zusammen bekommen, können wir gemeinsam ein Haus bauen.

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