Kathmandu

Einen Tag verbringe ich in Kathmandu. Der erste Eindruck ist schlimmer als gedacht. Zwar sind viele Häuser von den Erdbeben verschont geblieben oder wieder aufgebaut. Viel schlimmer allerdings wiegt die politische Situation. Die Menschen leiden unter der Blockade der Grenze zu Indien. Nepal hat seit Anfang des Jahres eine neue Regierung und ist nun nicht mehr eine hinduistische Königsherrschaft, sondern eine föderale und säkulare Republik und hat seit September eine neue Verfassung. Diese Verfassung gilt als übereilt fertiggestellt und ein paar Gruppen fühlen sich benachteiligt. Eine dieser Gruppen blockiert seit Monaten die Grenze zu Indien. Und da Nepal zu nahezu 100% von indischen Importen abhängig ist, ist die Situation wirklich dramatisch. So gibt es etwa 15 Stunden pro Tag keinen Strom, Nahrungsmittel sind knapp, Gas und Benzin sind Mangelware, so dass viele mit Holz kochen müssen, was die ohnehin katastrophale Luft weiter belastet. Dafür gibt es für hiesige Verhältnisse wenig Verkehr wegen des Benzinmangels.

So leidet ein Land nach einer Umweltkatastrophe nun zusätzlich unter diesem politischen Problem und man kann schon von einer humanitären Notsituation sprechen.

Außerdem sind 90% des für Nepal essenziell wichtigen Tourismus weggebrochen. Die dritte Katastrophe in einem Jahr für ein ohnehin durch bittere Armut geprägtes Land.

imageSpiel mit einfachsten Mitteln
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Eingestürzt

imageauch vom Erdboden verschwunden

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Nicht wieder aufgebaut

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Überall verheerende Spuren des Erdbebens

imageNotunterkunft in Thamel

imageEs gibt natürlich auch wohlhabende Leute

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